Babyjahre largo

Babyjahre Largo Leseprobe zu „Babyjahre“

Seit Jahren führen Remo Largos Bücher die Longsellerlisten an, wird Auflage um Auflage von "Babyjahre" ausgeliefert. Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren | Largo, Remo H. | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand. Babyjahre | Largo, Remo H. | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf duch Amazon. Sein Buch "Babyjahre" hat Alard von Kittlitz in schlaflosen Nächten beruhigt. Jetzt hat der nette Kinderarzt eine harsche Gesellschaftstheorie. Eltern, die sich an einer kindgerechten Erziehung orientieren möchten, brauchen das Standardwerk von Remo H. Largo in seiner neuesten Ausgabe: die.

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Jetzt online bestellen! Heimlieferung oder in Filiale: Babyjahre Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren von Remo H. Largo | Orell Füssli: Der. Eltern, die sich an einer kindgerechten Erziehung orientieren möchten, brauchen das Standardwerk von Remo H. Largo in seiner neuesten Ausgabe: die. Seit Jahren führen Remo Largos Bücher die Longsellerlisten an, wird Auflage um Auflage von "Babyjahre" ausgeliefert.

Freitag, Dezember von Piper Verlag. Wie entwickeln sich Kinder? Remo H. Eltern, die sich an einer kindgerechten Erziehung orientieren möchten, brauchen das Standardwerk von Remo H.

In diesem Erziehungsbuch über die ersten vier Lebensjahre gelingt es dem renommierten Schweizer Kinderarzt die Eltern an ihr Kind heranzuführen, ihnen sein Wesen verständlich und sie damit im Umgang mit ihrem Kind kompetenter zu machen.

Jetzt hat Largo sein Standardwerk komplett überarbeitet und aktualisiert. Zum Warenkorb. Das könnte Ihnen auch gefallen.

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Die Meilensteine der ersten 4 Lebensjahre. Hier finden Sie einen Überblick der wichtigsten Entwicklungsschritte in den ersten 48 Monaten:.

Wächst mein Kind normal? Jedes Kind kann schlafen. Wie soll ein Kind betreut werden? Welches sind ihre Vorstellungen bezüglich kindlicher Entwicklung und Erziehung?

Was will sie über das Kind wissen? Wie interessiert ist sie, Eltern und Familie kennenzulernen? Bildet sie sich weiter?

Ist sie Mitglied eines Vereins für Tagesmütter? Welche Tätigkeiten hat sie früher ausgeübt? Hat sie eigene Kinder: wie alt sind sie, und was machen sie?

Wie sind die Lebensbedingungen der Tagesmutter? Was macht ihr Lebenspartner? Übt sie noch andere Tätigkeiten aus?

Betreuung Wie viele Kinder betreut sie? Wie alt sind die Kinder? Was bekommen die Kinder zu essen? Welche Spielsachen stehen den Kindern zur Verfügung?

Welche Möglichkeiten haben die Kinder, im Freien zu spielen? Räumlichkeiten Wie viel Raum steht den Kindern zur Verfügung?

Wie sehen Küche und Toilette aus? Wie ist die nähere Umgebung? Fragen an die Kindertagesstätte Grundhaltung Wie motiviert und interessiert sind die Betreuerinnen?

Besteht ein kindorientiertes Konzept bezüglich Betreuung und Entwicklungsförderung? Personal Ist die Leitung pädagogisch qualifiziert?

Haben die Betreuerinnen eine gute Ausbildung? Besteht eine klare und sinnvolle Verteilung von Aufgaben undVerantwortung?

Werden die Betreuerinnen fachlich unterstützt durch: - Weiter- und Fortbildung - Fachberatung - Supervision Ist die finanzielle Grundlage der Tagesstätte gesichert?

Ein Kind, das nur 10 Stunden Schlaf pro Nacht braucht, entwickelt sich nicht besser, wenn es 12 Stunden im Bett liegen muss.

Wie können sich Eltern von Normvorstellungen, überlieferten Grundhaltungen und fest gefügten Ratgeberkonzepten lösen?

Wie gelingt es ihnen, sich am aktuellen Entwicklungsstand und den individuellen Bedürfnissen ihres Kindes zu orientieren?

Kenntnisse über den Ablauf und die Vielfalt der kindlichen Entwicklung und die Bereitschaft, das kindliche Verhalten wahrzunehmen und sich darauf einzustellen, helfen dabei.

Sie werden vielmehr darauf achten, wie viel Schlaf ihr Kind braucht. Benötigt ihr Kind lediglich 10 Stunden Schlaf pro Nacht, was nicht ungewöhnlich ist, passen sie die Schlafenszeit den kindlichen Bedürfnissen an.

Welche Eigenschaften sind bei unserem Kind angeboren und welche erziehungsbedingt? Diese Fragen stellen sich Eltern spätestens dann, wenn das Kind Schwierigkeiten bereitet und sie sich als Erzieher verunsichert fühlen.

Wenn sie davon ausgehen, dass alle zukünftigen Eigenschaften und Fähigkeiten ihres Kindes vererbt sind, werden sie zu Fatalisten: Die Natur nimmt ihren Lauf; als Erzieher sind sie nur Statisten.

Auf welche Weise aber wirken sie zusammen? Veranlagung und Umwelt sind keine Gegensätze, sie ergänzen sich. Das Erbgut, welches das Kind zu gleichen Teilen von Mutter und Vater bekommt, enthält einen Entwicklungsplan sowie die Anlagen für körperliche und psychische Eigenschaften.

Diese genetische Grundlage schafft die Voraussetzungen dafür, dass ein Kind entstehen kann, vermag aber allein kein Lebewesen hervorzubringen.

Dazu bedarf es der Umwelt und im Besonderen der Eltern. Mit solch allgemeinen Überlegungen sind Eltern kaum zufriedenzustellen, wenn ihr 3-jähriger Sohn in Tobsuchtsanfälle ausbricht.

Sie möchten das Verhalten ihres Kindes verstehen und wünschen sich für den Umgang mit ihm konkrete Orientierungshilfen: Warum hat er Tobsuchtsanfälle?

Wodurch werden diese Anfälle ausgelöst? Wie sollen sie sich ihm gegenüber verhalten? Auf Frustrationen mit Trotz zu reagieren, gehört zum normalen Verhalten von Kleinkindern.

Auffällig wäre ein fehlendes Trotzverhalten! Genauso wie Erwachsene verschieden heftig auf einen abschlägigen Bescheid reagieren, gibt es Kinder, die der Aufforderung, ins Bett zu gehen, widerwillig Folge leisten, während andere einen Tobsuchtsanfall bekommen.

Gegen solche temperamentvollen Auftritte können auch die fähigsten Eltern nichts ausrichten. Die Häufigkeit aber, mit der die Tobsuchtsanfälle auftreten, ist wesentlich vom Verhalten der Eltern abhängig.

Geben die Eltern dem Kind nach, wird das Kind immer häufiger so reagieren, um seinen Willen durchzusetzen.

Bestehen die Eltern auf ihrer Haltung, werden die Anfälle immer seltener werden. Das Temperament ihres Kindes können Eltern nicht verändern, sein Verhalten aber können sie sehr wohl beeinflussen.

In jedem Entwicklungs- und Verhaltensbereich bringt das Kind bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten mit.

Welches Verhalten sich das Kind in seiner Entwicklung aneignet, hängt wesentlich davon ab, wie die Eltern und andere Bezugspersonen mit dem Kind umgehen.

Eltern haben heutzutage nicht mehr 5, 10 oder gar noch mehr Kinder. Sie haben nur eines, manchmal 2 und selten mehr. Jedes dieser Kinder ist eine Kostbarkeit und soll die hohen Erwartungen der Eltern möglichst gut erfüllen.

Eltern fragen sich daher: Wie können wir unser Kind optimal fördern? Ihnen wurde die Hoffnung gemacht, dass sich ihr Kind später, damit ist vor allem die Schulzeit gemeint, besser entwickeln wird.

Kinder entwickeln sich jedoch nicht umso besser, je früher und intensiver sie stimuliert werden. In diesem Buch gehen wir von folgender Annahme aus: Jedes Kind will sich von sich aus entwickeln.

Es hat einen inneren Drang, zu wachsen und sich Fähigkeiten und Kenntnisse anzueignen. Wenn es einen bestimmten Entwicklungsstand erreicht hat, beginnt es von sich aus, nach Gegenständen zu greifen, sich fortzubewegen und sich sprachlich auszudrücken.

Diese Bereitschaft, sich zu entwickeln, wird von vielen Eltern als Entlastung und selbst als Geschenk empfunden. Eltern müssen sich nicht ständig aktiv darum bemühen, damit ihr Kind Fortschritte macht.

Das Kind entwickelt sich aus sich heraus, solange sein körperliches und psychisches Wohlbefinden gewährleistet ist und es entwicklungsspezifische Erfahrungen machen kann.

Es ist die Aufgabe der Eltern, den Alltag ihres Kindes so zu gestalten, dass es diese Erfahrungen machen kann.

Es geht also weit weniger darum, dem Kind etwas beizubringen, vielmehr soll seine Neugierde für Sprache, Motorik oder Spiel entwicklungsgerecht befriedigt werden.

Für jeden Entwicklungsschritt gibt es einen bestimmten Zeitpunkt, an dem das Kind innerlich dazu bereit ist. Wann es so weit ist, zeigt uns das Kind mit seinem Verhalten an.

Diesen Zeitpunkt gilt es zu erfassen. Lebensjahr will das Kind beispielsweise selbstständig essen. Das Alter, in dem es geistig und motorisch so weit entwickelt ist, dass es mit dem Löffel umgehen kann, ist von Kind zu Kind unterschiedlich.

Einige Kinder sind bereits mit 10 bis 12 Monaten am Hantieren mit dem Löffel interessiert, andere erst mit 18 bis 24 Monaten.

Versuchen die Eltern, dem Kind den Umgang mit dem Löffel beizubringen, bevor es dazu bereit ist, überfordern sie es.

Verweigern sie dem interessierten Kind das Hantieren mit dem Löffel, resigniert es. Es stellt sich darauf ein, dass es für alle Zeiten gefüttert wird — was die Eltern sicherlich nicht beabsichtigen.

Spüren die Eltern, dass bei ihrem Kind das Interesse am Löffel erwacht, und lassen sie es die entsprechenden Erfahrungen mit dem Löffel selber machen, so wird das Kind zwei wesentliche Dinge lernen: Es hat sich eine Kompetenz selber angeeignet und ist in einem weiteren Lebensbereich selbstständig geworden.

Beides festigt sein Selbstwertgefühl. In den ersten Lebensjahren lassen sich zwei Hauptformen des Lernens unterscheiden: soziales Lernen und exploratives Lernen.

Das soziale Lernen beruht auf der Fähigkeit, das Verhalten anderer Menschen durch Nachahmung zu verinnerlichen. Bereits der Säugling hat ein starkes Bedürfnis nachzuahmen.

Er imitiert einfache mimische Ausdrucksweisen und Laute. Lebensjahres die Ausdrucksformen der menschlichen Kommunikation wie Mimik und Gestik.

Auch die Sprache eignet sich das Kind an, indem es anderen zuhört, Laute und Worte wiederholt, Konversationsformen im Spiel nachahmt und verinnerlicht.

Über die Nachahmung lernt das Kind zudem den funktionellen Gebrauch von Gegenständen. Anfang des 2. Lebensjahres beginnt es, den Löffel selber zu benutzen.

Eltern brauchen ihrem Kind nicht beizubringen, wie man einen Löffel benutzt, miteinander umgeht oder spricht. Wenn Eltern und die anderen Bezugspersonen das Kind an gemeinsamen Aktivitäten und am sozialen Umgang teilhaben lassen, eignet sich das Kind die Verhaltensweisen über die Nachahmung selbstständig an.

Wenn die Eltern ihr Kind so oft wie möglich in ihre Tätigkeiten mit einbeziehen, geben sie dem Kind auch das wichtige Gefühl, gebraucht zu werden, und damit eine wohltuende Bestätigung von Zugehörigkeit.

Dort machen sie jeden Tag vielfältige Erfahrungen mit zahlreichen Erwachsenen und Kindern unterschiedlichen Alters. Sie übernehmen gesellschaftliche und religiöse Bräuche durch gemeinsames Erleben und soziales Lernen.

Geschwister sind immer seltener, und der Kontakt zu anderen Kindern ist so spärlich geworden, dass die Kinder nicht mehr ausreichend die notwendigen sozialen Erfahrungen machen können.

Die wenigsten Kleinfamilien können ihren Kindern genügend Erfahrungen für deren Sozialisierung und soziales Lernen vermitteln.

Die Eltern können zur sozialen Entwicklung ihres Kindes wesentlich beitragen, wenn sie ihm auch gemeinsames Erleben mit anderen Bezugspersonen und Kindern ermöglichen.

Dieser Aspekt wurde in der Vergangenheit vernachlässigt. Damit das Kind seine sozialen Kompetenzen ausbilden kann, benötigt es ausgedehnte zwischenmenschliche Erfahrungen.

Nur so lernt es, dass Erwachsene und Kinder ihre individuellen Interessen und Eigenheiten haben, und entwickelt die Fähigkeit, mit unterschiedlichen Verhaltenseigenheiten und Kommunikationsstilen umzugehen.

Um vielfältige soziale Erfahrungen machen zu können, braucht das Kind neben den Eltern weitere Bezugspersonen und Kinder unterschiedlichen Alters.

Diese Erfahrungen können sehr viele Kinder heute in Kleinfamilien nicht mehr machen, leben doch im Mittel lediglich noch 1,3 Kinder in einer Lebensgemeinschaft.

Kleinkinder können alleine spielen, aber sie wollen vor allem mit Kindern zusammen sein. Fehlen ihnen andere Kinder, stellen sie an die Mutter, aber auch an andere Bezugspersonen Ansprüche, die diese nicht oder nur mit Mühe erfüllen können.

Es ist für Erwachsene schwierig bis unmöglich, dem Kind die Erfahrungen mit anderen Kindern zu ersetzen. Es klingt hart für Eltern, ist aber deshalb nicht weniger wahr: Mutter und Vater allein können ihrem Kind nicht alle notwendigen Erfahrungen vermitteln.

Kinder im Vorschulalter brauchen ausgedehnte und unterschiedliche Erfahrungen mit Erwachsenen und vor allem anderen Kindern.

Um die gegenständliche Welt zu begreifen, muss das Kind seine Umwelt intensiv erleben. Dabei setzt es sich aktiv mit Gegenständen auseinander, um Kenntnisse über die Beschaffenheit seiner Umwelt zu erwerben.

Eltern können ihrem Kind die materielle Welt nicht erklären. Dass ein Behälter gefüllt und durch Kippen entleert werden kann, wird das Kind selber herausfinden.

Niemand kann ihm diesen Sachverhalt begreiflich machen. Allein Selbsterfahrung führt zum Begreifen. Eltern brauchen ihrem Kind weder zu erklären noch zu zeigen, was man alles mit einem Gegenstand anstellen kann.

Das Kind will und kann es in seinem Spiel selbst herausfinden. Die Erfahrungen, die das Kind dabei macht, sind mindestens so wichtig, wie die Fertigkeit und das Wissen, welche es daraus gewinnt.

Echtes Lernen ist selbstbestimmt. Es ist immer auch mit Versagen und Frustrationen, aber letztlich mit einer tiefen Befriedigung über die eigene Leistung verbunden: Ich habe es geschafft.

Die Eltern dürfen das Kind aber auch nicht sich selbst überlassen. Indem sie dem Kind Gegenstände zum Spielen geben, die seinem Entwicklungsstand entsprechen, tragen sie wesentlich zum kindlichen Lernprozess bei.

Ein 6-monatiger Säugling ist beispielsweise an Dingen interessiert, die sich beim Erkunden mit dem Mund und der Zunge unterschiedlich anfühlen.

Im Alter von etwa 12 Monaten beginnt das Kind, Behälter mit verschiedenen Inhalten ein- und auszuräumen. Mit etwa 18 Monaten ist es vor allem an Gegenständen interessiert, die sich stapeln lassen.

Aus seiner Sicht ist jeder Gegenstand, der für das Kind interessant ist, ein Spielzeug. Dabei kann der gleiche Gegenstand je nach Entwicklungsalter für das Kind eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Kinder beschäftigen sich mit Gegenständen oft in einer Weise, die für Erwachsene unverständlich ist.

So steckt der Säugling alle Dinge, deren er habhaft werden kann, in den Mund. Warum tut er das? Nimmt er an, es sei etwas Essbares?

Eltern wundern sich nicht nur über das kindliche Verhalten. Sie stellen sich auch erzieherische Fragen: Ist das nicht unhygienisch?

Könnte ihr Kind nicht ersticken, wenn es ständig Dinge in den Mund nimmt? Müssen sie ihr Kind davon abhalten? Ein Säugling steckt Gegenstände in den Mund, weil er sie nicht über die Augen, sondern über den Mund kennenlernt.

Es ist also geradezu eine Notwendigkeit, dass der Säugling Gegenstände in den Mund nehmen kann.

Einsicht in sein Verhalten hilft uns, das Kind gewähren zu lassen. Wenn wir verstehen, warum ein Säugling alles in den Mund nimmt, werden wir seinem Treiben nicht mehr mit unguten Gefühlen zuschauen oder gar versuchen, das Mundeln zu unterbinden.

Wir überlegen uns vielmehr, welche Gegenstände geeignet und ungefährlich sind, um dem Kind diese Sinneserfahrung zu ermöglichen.

Kinder zeigen in den ersten Lebensjahren viele weitere Verhaltensweisen, die Eltern nicht ohne Weiteres verstehen.

Wenn ein Kind in einem bestimmten Alter genussvoll Gegenstände vom Kindersitzchen auf den Boden wirft und einige Monate später mit Eifer Schubladen ausräumt, so ergeben diese Aktivitäten für das Kind Sinn, auch wenn dieser für Erwachsene nicht ohne Weiteres ersichtlich ist und sie sich vielleicht sogar über das kindliche Verhalten ärgern.

Verstehen wir ein Verhalten nicht, sollten wir das Kind gewähren lassen, solange sein Spiel ungefährlich ist. Wir sollten immer davon ausgehen, dass das Spiel für das Kind sinnvoll ist, auch wenn wir dessen Bedeutung nicht immer einzusehen vermögen.

Eltern haben sehr unterschiedliche Vorstellungen davon, wie Kinder zu erziehen sind. Erziehen kann für sie bedeuten, das Kind darin zu unterstützen, seine Fähigkeiten zu entwickeln, und es zu unterweisen, damit es sich Fertigkeiten und Wissen aneignen kann.

Erziehen bedeutet für die meisten Eltern auch, das Kind zu führen und über das Kind zu bestimmen. Unabhängig davon, für welchen Erziehungsstil sich die Eltern entscheiden, keine Mutter und kein Vater kommt um den Gehorsam herum.

Auch die erfahrensten Eltern können nicht darauf verzichten, ihren Kindern Grenzen zu setzen. Und selbst den kompetentesten Eltern gehorchen die Kinder unterschiedlich gut.

Es gibt Kinder, die von ihrem Wesen her leichter zu lenken sind und Aufforderungen eher nachkommen als andere.

Besonders häufig müssen Eltern Grenzen setzen, wenn die Kinder 2 bis 5 Jahre alt sind. Die Bedeutung, die Eltern dem Gehorsam in der Erziehung zuschreiben, wird durch vielerlei Faktoren geprägt.

Dazu kommen die Erfahrungen und Wertvorstellungen, die Eltern als Kinder mit ihren Eltern gemacht und die sie — zumeist unbewusst — verinnerlicht haben.

Und dann ist da noch ein mehr als Jahre altes Erbe jüdisch-christlicher Kultur, in der Gehorsam nicht nur Mittel zum Zweck, sondern der Zweck selbst, das eigentliche Erziehungsziel, war, wie folgende Zitate aus verschiedenen Jahrhunderten belegen.

Ein Kind, das gewohnt ist, seinen Eltern zu gehorchen, wird auch, wenn es frei und sein eigener Herr wird, sich den Gesetzen und Regeln der Vernunft unterwerfen, weil es einmal schon gewöhnt ist, nicht nach seinem eigenen Willen zu handeln.

Dieser Gehorsam ist so wichtig, dass eigentlich die ganze Erziehung nichts anderes ist, als die Erlernung des Gehorsams.

Sulzer Die Disziplin erlebt in der Erziehung derzeit eine Renaissance. Dabei scheint es weniger um das Kindeswohl zu gehen als vielmehr darum, die Erziehungsarbeit für Eltern und Lehrpersonen möglichst effizient zu gestalten und die Kinder mit möglichst wenig Aufwand zu kontrollieren.

Werden Kinder mit der Disziplin früherer Zeiten erzogen, sind sie als Erwachsene oft zu autoritätsgläubig, wenig eigenständig, scheuen Verantwortung und ordnen sich, weil sie keine eigene Meinung haben, jeder Art von Obrigkeit in Gesellschaft und Wirtschaft unter.

Kann das heute noch das Ziel unserer Erziehung sein? Wie ungehorsam sind denn Kinder überhaupt? Etwas mehr als 70 Prozent der Eltern bezeichnen ihre Kinder im Alter von 1 und 7 Jahren als ungehorsam.

Der höchste Wert liegt im Alter von 2,5 bis 4 Jahren. Zudem wird bereits in den ersten 2,5 Jahren der zu hohe Fernsehkonsum 30 Prozent der Kinder bemängelt, bei älteren Kindern zusätzlich Unordentlichkeit 45 Prozent und ungenügende Lernbereitschaft 25 Prozent.

Wenn wir davon ausgehen, dass Eltern in der Schweiz nicht weniger kompetent sind als in anderen Ländern, können wir aus der Studie den Schluss ziehen, dass Ungehorsam den Erziehungsalltag dominiert.

Diese Schlussfolgerung ist meines Erachtens falsch. Ich bin der festen Meinung, dass Kinder im Alltag überwiegend gehorchen.

Wäre dem nicht so, wäre die Erziehung von Kindern ein Albtraum. Unserer bewussten Wahrnehmung scheint es zu entgehen, dass Kinder zumeist gehorchen.

Wir nehmen ihr Einlenken als etwas Selbstverständliches hin. Wenn sich Kinder aber widersetzen, ärgern wir uns, und es bleibt in unserer Erinnerung haften.

Warum gehorchen Kinder? Es ist zumeist nicht die Angst vor irgendeiner Strafe, es gibt weit gewichtigere Gründe.

Der wohl wichtigste Grund für den kindlichen Gehorsam ist, dass das Kind die Bezugsperson, die von ihm etwas verlangt, mag und sie nicht enttäuschen will.

Es leistet ihren Aufforderungen Folge, weil es ihre Liebe und Zuwendung nicht verlieren will.

Die positive emotionale Abhängigkeit macht das Kind gehorsam. Wenn der Vater mit seinem 4-jährigen Sohn den Samstagnachmittag verbracht hat und sie beide eine gute Zeit miteinander hatten, kann er ihm mit wenig Aufwand ausreden, den Fernseher anzumachen.

Kommt der Vater jedoch nach einem langen Arbeitstag abends nach Hause und verbietet beim ersten Kontakt dem Sohn das Fernsehen, wird er dies als Ablehnung empfinden und den Vater in eine Auseinandersetzung verwickeln.

Die Eltern sollten daher immer versuchen, was oft schwierig ist, die momentane Beziehungssituation und die emotionale Befindlichkeit des Kindes mitzuberücksichtigen.

Ein weiterer wichtiger Grund, weshalb ein Kind gehorcht, ist, dass die elterliche Forderung dem kindlichen Bedürfnis nach Selbstbestimmung Rechnung trägt.

Jedes Kind hat den tiefen Drang, über sich zu bestimmen und selbstständig zu werden. Bereits das Neugeborene will, wenn auch in einer begrenzten Weise, selbstständig sein.

Es möchte mitbestimmen, wann und wie viel es trinken, ob es schlafen oder wach sein soll. Sobald der Säugling greifen kann, hat er seine eigenen Absichten, wie er mit den Gegenständen umgehen will.

Beginnt das Kind, sich fortzubewegen, hat es seine eigenen Ziele, wohin es krabbeln oder laufen will. Dies bedeutet keineswegs, dass das Kind vom ersten Tag an allein bestimmend sein will und auch sein soll.

Das Kind allein soll entscheiden, wann und wie viel es trinken will. Manche Kinder entwickeln sich auf diese Weise prächtig. Andere trinken aber von sich aus nicht ausreichend.

Was für das Stillen gilt, trifft auch auf andere Bereiche zu: Gleichaltrige Kinder sind in ihren Anlagen verschieden und unterschiedlich weit entwickelt.

Eine Erziehungshaltung, die für alle Kinder die richtige wäre, gibt es daher nicht. Während einige Säuglinge in ihrem Trinkverhalten schon so weit sind, dass sie selber Menge und Zeitpunkt der Mahlzeiten bestimmen können, sind andere noch auf die Hilfestellung der Eltern angewiesen.

Ist das Kind kompetent, soll es auch bestimmen dürfen. Hindern es die Eltern daran, eine Tätigkeit auszuführen, die es ausüben kann, entmutigen sie es und machen es unselbstständig.

Ist das Kind jedoch nicht kompetent, müssen die Eltern bestimmen. Verlangen die Eltern vom Kind eine Tätigkeit, die es noch nicht ausführen kann, überfordern sie es.

Unter- wie auch Überforderung wirken sich nachteilig auf das Selbstwertgefühl des Kindes aus. Eine Frage, die sich in der Erziehung immer wieder aus Neue stellt, lautet: Ist das Kind wirklich ungehorsam, oder haben wir Erwachsene falsche Erwartungen?

Falsche Erwartungen und Vorstellungen gab und gibt es zweifellos. Es musste den Kindern schleunigst ausgetrieben werden, damit diese zukünftig nicht immer ihren Willen durchsetzen wollen.

Heute noch meinen Eltern viel zu früh, dass ihre Kinder eine Vorstellung von Ordnung und Unordnung haben.

Solche Erwartungen überfordern die Kinder, als Relikte veralteter Erziehungshaltungen erscheinen sie den Eltern jedoch wichtig.

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